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Spielmesse Zürich
7. – 9. November 2008

Messezentrum Zürich

Zürcher Go Club mit asiatischem Brettspiel Go an der Spielmesse Zürich 2008

Der Zürcher Go Club wird mit mehreren Spielern an der Messe dabei sein und möglichst vielen Besuchern das Spiel beibringen. Auf einem grossen Demo-Brett werden stündlich die Regeln erklärt und auf den Spielbrettern vor Ort können die Besucher Schritt für Schritt das Spiel lernen und erste Partien untereinander spielen.

Der Zürcher Go Club

Gegründet wurde der Zürcher Go Club 1978 vom Japaner Junshiro Wakayama. Unter seiner Anleitung entwickelte sich der Club rasch zum grössten in der Schweiz. Jeden Mittwochabend treffen sich die Spieler im Zentrum "Karl der Grosse", wo nicht nur gespielt wird, sondern auch Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene gehalten werden. Jedes Jahr im Frühling wird ein internationales Turnier durchgeführt. In der Schweiz gibt es in jeder grösseren Stadt einen Go Club, an deren Turnieren sich die Go-Gemeinschaft regelmässig trifft. Auch ist es nicht unüblich, dass Profi-Spieler aus Asien zu Besuch kommen, um den Spielern einen tieferen Einblick in das Spiel zu vermitteln. Anfänger sind im Go Club Zürich immer herzlich willkommen. Ab Anfang November gibt es einen Anfängerkurs – einfach mal vorbeischauen! Die Homepage des Clubs: http://www.zuerigo.org

Hintergrund-Wissen zum Go-Spiel

Go spielt man mit weissen und schwarzen Steinen auf einem 19x19 Linien grossen Spielbrett. Das Strategiespiel wurde vor ca. 4000 Jahren in China unter dem Namen Weiqi erfunden und ist somit das älteste dokumentierte Brettspiel der Menschheit. Anders als bei Schach und ähnlichen Taktikspielen sind bei Go die Regeln so einfach, dass sie in wenigen Minuten verstanden werden können. Trotzdem ist es gleichzeitig der strategisch komplexeste Mentalsport. Zum Beispiel konnte noch kein aktuelles Computerprogramm einen fortgeschrittenen Hobbyspieler besiegen.

Im 7ten Jahrhundert nach unserer Zeitrechnung kam das Spiel über Korea nach Japan. Dort fand es unter dem Namen Go eine grosse Verbreitung. Go war an den Höfen und bei der herrschenden Klasse (den Samurais) sehr beliebt, darum wurde es offiziell stark gefördert und so wurde eine grosse Meisterschaft in dem Spiel erreicht.

Heute hat das Spiel im asiatischen Raum einen grossen Stellenwert, man findet kaum eine Tageszeitung ohne eine Spalte mit Go-Problemen oder Turnierberichten. In Korea, wo das Spiel unter dem Namen Baduk in den letzten Jahren einen grossen Aufschwung erlebt hat, gibt es sogar zwei Fernsehkanäle, die sich nur Spiel-Analysen und Berichten von den grossen Turnieren widmen. In ganz Asien zusammen gibt es an die ca. 1000 Berufsspieler. Weltweit dürfte die Anzahl Go-Spieler ca. 100 Millionen betragen.
Mehr Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Go  (Brettspiel)